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Stellenanzeige

W3-Professur (m/w/d) für Kunstgeschichte der Moderne und Gegenwart mit den Schwerpunkten Geschichte und Theorie künstlerischer Praxis im erweiterten Kunstfeld sowie Bildgeschichte und -forschung (Kennzahl T/68/27)

Stelleninformationen

Kunsthochschulen
Qualifikationsebene: Master, Diplom (Universität), Magister, Staatsexamen und vergleichbar
Dienstort: Leipzig
Anstellungsverhältnis: unbefristet

Bewerbungsfrist: 31.08.2026

Kennziffer: T/68/27

Bewerbungsadresse

über Online-Bewerbungsportal:
https://stellen.hgb-leipzig.de/pe7rw

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An der Hochschule für Grafik und Buchkunst /Academy of Fine Arts Leipzig ist zum 1.10.2027 die

W3-Professur (m/w/d) für Kunstgeschichte der Moderne und Gegenwart mit den Schwerpunkten Geschichte und Theorie künstlerischer Praxis im erweiterten Kunstfeld sowie Bildgeschichte und -forschung (Kennzahl T/68/27)

unbefristet in Vollzeit zu besetzen. Erstmals Berufene können gemäß § 71 Abs. 2 Sächsisches Hochschulgesetz (SächsHSG) für bis zu zwei Jahre auf Probe eingestellt werden.

Die Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig mit etwa 550 Studierenden in vier Diplom-, einem Masterstudiengang sowie einem Studienprogramm für Geflüchtete und insgesamt etwa 100 hauptamtlichen Mitarbeiter*innen gehört zu den ältesten Kunsthochschulen in Deutschland.

Gesucht wird eine herausragende, international vernetzte Persönlichkeit mit ausgewiesener Forschung im Bereich der Kunstgeschichte der Moderne und Gegenwart, die das Fach in großer inhaltlicher Breite in Forschung und Lehre an der Hochschule für Grafik und Buchkunst vertritt: Im Mittelpunkt steht einerseits die kritische Theoretisierung und Vermittlung von Methodologien und Epistemologien, die sich – über künstlerische, gestalterische Praxis hinaus – in einem hybridisierten Kunstfeld finden, zu dem auch weitere Formen kultureller Produktion und Ausstellungsgeschichte gehören. Andererseits liegt ein Schwerpunkt auf Bildgeschichte und -forschung – also auf der kritischen Theoretisierung und historisch differenzierten Auslegung tradierter visueller Erscheinungsformen – etwa Malerei. Erwartet wird zudem die Fähigkeit – ausgehend von kunsthistorischer Fundierung – auf Fragestellungen des sich dynamisch entwickelnden Kunstfeldes mit theoretischen Reflexionen der oben genannten Wissensgebiete und Diskurse zu antworten. Vorausgesetzt wird, dass der*die Stelleninhaber*in die Breite der ästhetischen Phänomene in ihren kunstgeschichtlichen, politisch-gesellschaftlichen, ökonomischen und kulturellen Zusammenhängen vermitteln sowie Produktions- und Forschungsprozesse in Kunst und Gestaltung reflektieren und anstoßen kann.

Neben national und international sichtbaren Forschungsleistungen wird ein besonderes Engagement in der Lehre und eine hohe Bereitschaft zur Präsenz vor Ort erwartet. Die von der Professur zu verantwortende Lehre findet am interdisziplinär ausgerichteten Institut für Theorie im Rahmen der Diplomstudiengänge der HGB statt (Malerei/Grafik, Medienkunst, Buchkunst/Grafik-Design, Fotografie). Vorausgesetzt wird ein Lehrangebot, das unter anderem den Anforderungen im Grundstudium mit einem fachspezifischen Vorlesungskonzept begegnet. Erwartet werden zudem Lehrangebote, die sich an Studierende eines neuen, interdisziplinär ausgerichteten Masterstudiengangs richten, der mit dem Profil der ausgeschriebenen Professur korrespondieren und Studierende aus Bereichen wie künstlerischer Forschung, kritischer Historiographie und Ästhetik sowie kuratorischer Studien gleichermaßen ansprechen soll.

Die Bewerber*innen müssen die Berufungsvoraussetzungen gemäß § 59 SächsHSG erfüllen. Die Professur setzt ein abgeschlossenes wissenschaftliches Studium im Fach Kunstgeschichte und eine besondere Befähigung zur wissenschaftlichen Arbeit voraus. Diese wird durch eine überdurchschnittliche Promotion im Fachgebiet der Kunstgeschichte nachgewiesen. Darüber hinaus sind pädagogische Eignung, Lehrerfahrung an einer Hochschule und hochschuldidaktische Kenntnisse Voraussetzung. Erwartet werden zudem herausragende Forschungstätigkeiten im Berufungsgebiet, belegt durch eine Habilitation oder habilitationsäquivalente Leistungen, die sich auf die Kunst der Moderne und Gegenwart sowie auf Theoretisierungen des hybriden Feldes aktueller künstlerischer Praxis vor dem Hintergrund ihrer historischen Dispositive konzentrieren.

Da die HGB Leipzig über das Promotionsrecht verfügt, wird von der*dem künftigen Stelleninhaber*in die Bereitschaft zur Vertiefung eigener Forschungsschwerpunkte, zur Betreuung von Promotionsvorhaben und den theoretischen Arbeiten künstlerischer Diplome erwartet. Ferner gehen wir davon aus, dass sich die*der zu Berufende durch ausgeprägte Sozialkompetenzen und Kenntnisse intersektionaler Diskriminierungsphänomene auszeichnet, an der Weiterentwicklung unserer Studiengänge mitwirkt und sich in kooperativen Forschungsvorhaben, der Einwerbung von Drittmitteln und im Rahmen von interdisziplinären und diskriminierungskritischen Lehrformaten engagiert. Zu den Aufgaben gehören zudem die exponierte, verantwortliche Mitarbeit in der Selbstverwaltung der Hochschule, die Mitwirkung bei der Abnahme von Prüfungen und in Stellenbesetzungs- und Berufungsverfahren sowie die Übernahme von Ämtern in den Gremien, die Förderung der Studierenden und des künstlerischen Nachwuchses, die Mitwirkung bei den Verfahren der Qualitätssicherung sowie die Teilnahme an Lehrveranstaltungen in der Weiterbildung.

Die Lehrverpflichtung bestimmt sich nach der Sächsischen Dienst-aufgabenverordnung an Hochschulen (HSDAVO) in ihrer jeweils geltenden Fassung und beträgt aktuell 8 Lehrveranstaltungsstunden á 45 Minuten pro Woche der Vorlesungszeit. Erwartet werden sehr gute Kommunikationsfähigkeiten in deutscher und englischer Sprache in Wort und Schrift. Der*die Stelleninhaber*in muss in der Lage sein, Lehrveranstaltungen auch in englischer Sprache durchzuführen, um die Internationalisierung der Hochschule zu unterstützen. Die Lehr- und Amtssprache ist deutsch.

Die HGB versteht sich als eine Diversität wertschätzende Kunsthochschule und setzt sich für ein chancengerechtes und diskriminierungskritisches Lern-, Lehr- und Arbeitsumfeld ein. Unterschiedliche Lebenswirklichkeiten und Perspektiven sehen wir als Bereicherung. Ihre Bewerbung ist bei uns willkommen, unabhängig von kultureller und sozialer Herkunft, Geschlecht, Religion, Behinderung, Alter oder sexueller Identität. Schwerbehinderte bzw. ihnen gleichgestellte Menschen werden entsprechend bei gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung besonders berücksichtigt. Ein Nachweis der Schwerbehinderung bzw. Gleichstellung ist den Bewerbungsunterlagen beizufügen. Die HGB ist Mitglied der Charta „Familie in der Hochschule“ und fördert nachhaltige Chancengleichheit sowie die Vereinbarkeit von Familienaufgaben und denen in Studium, Arbeit und Lehre.

Weitere Informationen über die Hochschule können unter https://www.hgb-leipzig.de abgerufen werden.

Bewerbungen mit Motivationsschreiben, tabellarischem Lebenslauf, Darstellung des wissenschaftlichen Entwicklungsweges, einer Publikationsliste mit fünf hervorgehobenen und für das Berufungsgebiet als besonders relevant eingeschätzten Veröffentlichungen, Textproben (Dissertation oder Habilitation sowie ein weiterer Text), Nachweisen über Lehrbefähigung und Lehrerfahrung, Lehrkonzept (max. 3 Seiten), Kopie aller relevanten Urkunden und Zeugnisse zu Hochschulabschlüssen und des höchsten erworbenen akademischen Grades sind bis zum 31.08.2026 bitte ausschließlich über unser Online-Bewerbungsportal einzureichen.

Mit der Übersendung Ihrer Bewerbungsunterlagen geben Sie uns Ihre Einwilligung, Ihre von Ihnen übersendeten personenbezogenen Daten zum Zwecke der Durchführung des Bewerbungsverfahrens zu verarbeiten (vgl. Artikel 6 DSGVO; siehe auch § 32 BDSG).

Bitte beachten Sie, dass die Hochschule Bewerbungs-, Fahrt- und Übernachtungskosten nicht erstattet.

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